Peter Christian Feigel, Dirigent (Berlin):

Spezialist für Genre übergreifende und Cross-over-Produktionen. Engagements: Staatsoperette Dresden, Staatstheater Cottbus, Friedrichstadtpalast Berlin, Deutsches Filmorchester Babelsberg, Deutsches Symphonie Orchester Berlin, Berliner Symphoniker. Zusammenarbeit mit Anna Netrebko, Till Brönner, Ben Becker. Diverse CD-, DVD-, Radio-, TV- und Filmproduktionen. Studium: Musikhochschule Detmold.

Biografie



Geboren in Lippstadt (Westfalen), 1983 Preisträger beim Landeswettbewerb "Jugend jazzt", studierte Peter Christian Feigel nach dem Abitur das künstlerische Hauptfach "Dirigieren", Orgel, Klavier und Schlagzeug, sowie Schul- und Kirchenmusik, ev. Theologie und Philosophie an der Hochschule für Musik Detmold und der Universität Bielefeld. Auf das Kirchenmusik-A-Examen (1994) und die Künstlerische Reifeprüfung "Dirigieren" (1995) folgten Assistenzen und weiterführende Studien u.a. in Wien bei Dennis Russell Davies, Valery Gergiev und Lutz Herbig.

Nach einem Engagement am Staatstheater Cottbus war Peter Christian Feigel von 2002 bis 2013 am Berliner Friedrichstadt-Palast tätig, von 2004 bis 2010 als stellvertretender Musikalischer Direktor und stellvertretender Chefdirigent, von 2010 bis 2013 als Musikalischer und Künstlerischer Leiter des jungen Ensembles. Seit 2010 ist er außerdem Kapellmeister an der Staatsoperette Dresden, wo er ein umfangreiches Repertoire von Spieloper über Operette bis zu seinem Schwerpunkt Musical dirigiert. Unter seiner musikalischen Leitung erlebte Stephen Sondheims Musical "Passion" 2011 in Dresden die vielbeachtete deutschsprachige Erstaufführung. Im Anschluss war er neben zahlreichen Musical- und Operetten-Neuproduktionen musikalisch verantwortlich für die deutsche Erstaufführung des Musicals "Catch me, if you can" (2015), das ebenso wie "Passion" als erste deutsche Gesamtaufnahme auf CD erschienen ist. Nach dem Umzug der Staatsoperette ins Kraftwerk Mitte leitete er dort 2017 die erste Musical-Premiere, Leonard Bernsteins "Wonderful Town" sowie die Tango-Operita "María de Buenos Aires" von Astor Piazzolla. Es folgten 2018 und 2019 die Uraufführung des Nachbarschafts-Musicals "Zzaun!", Emmerich Kálmáns Operettenklassiker "Die Csárdásfürstin", Tom Waits' Freischütz-Adaption "Black Rider" in Kooperation mit dem "theater junge generation" sowie eine weitere Uraufführung, die Musical-Adaption des Victor Hugo Romans "Der Mann mit dem Lachen" (Komposition: Frank Nimsgern). Auch Kurt Weills "One Touch of Venus" und Stephen Sondheims "Follies", beide in neuer deutscher Übersetzung, feierten 2019 Premiere unter seiner musikalischen Leitung.

Er ist ständiger Gastdirigent an der Komischen Oper Berlin, wo er in der Spielzeit 2012/13 u. a. die Wiederaufnahmen von "Im weißen Rössl" und "Kiss me, Kate" leitete und seit 2017 die Andreas Homocki-Inszenierung von "My fair Lady" mit Katherine Mehrling und Max Hopp in den Hauptrollen dirigiert. Eine regelmäßige Zusammenarbeit verbindet ihn mit dem Deutschen Filmorchester Babelsberg, den Berliner Symphonikern und dem Brandenburgischen Staatsorchester Frankfurt. Weitere Engagements führten ihn u. a. zum Deutschen Symphonie Orchester Berlin, der Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz, zur Robert-Schumann-Philharmonie Chemnitz, zum RIAS Jugendorchester, zur Staatsphilharmonie Transsylvanien in Klausenburg (Rumänien) und zum Nationalorchester des Rumänischen Rundfunks Bukarest. 2015 und 2017 war er Jury-Vorsitzender beim Bundeswettbewerb Gesang Berlin, seit 2019 ist er ordentliches Mitglied im Fachausschuss für Musical und Chanson.

Sein künstlerisches Profil ist geprägt durch eine große stilistische Bandbreite und ein umfangreiches Repertoire, welches das traditionelle Musiktheater- und Konzertrepertoire ebenso einschließt wie Musical, Jazz, Pop und Cross-Over-Stilistiken. Diese Vielfältigkeit hat ihn zum Dirigenten zahlreicher Events und Großveranstaltungen (Sommerfest des Bundespräsidenten, Classic Open Air Berlin, Pyromusikale, Stadionkonzerte des Dresdner Kreuzchores u. a.) sowie zum musikalischen Partner verschiedenster Künstler von Anna Netrebko, Camilla Nylund, dem Dresdner Kreuzchor über Till Brönner, David Garrett bis hin zu Peter Maffay und Ben Becker gemacht, für dessen Produktion "Die Bibel – eine gesprochene Symphonie" er die musikalische Leitung übernommen hat. Auch den vielfach preisgekrönten Kinofilm "Vier Minuten" betreute er musikalisch als Interpret und künstlerischer Berater. Zahlreiche CD- und DVD-, sowie Radio- und TV-Produktionen belegen seine Kreativität und Vielseitigkeit.

 

 

 

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